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Main-Post, 18. Oktober 2010

Gestaltungsideen für das Gartengelände vorgestellt
Informationen des Vereins Wein, Gesundheit und Tourismus bei den Freien Bürgern


(hr) Zu einer Informationsveranstaltung hatten die Freien Bürger Zellingen, Retzbach, Duttenbrunn den Verein Wein, Gesundheit und Tourismus im Main-Retztal geladen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die beiden Vorsitzenden des jungen Vereines, Günter Kirchner aus Retzbach und Reinhold Meurer aus Retzstadt, sprachen über die Ideologie und Ziele des Vereins (wir berichteten ausführlich). Dabei erläuterten sie anhand eines Grünplanes des Büros Stieber in Güntersleben Grundriss und vorläufige Gestaltungsmöglichkeiten des ehemals parzellierten Gartengeländes nahe der Wallfahrtskirche im Retztal.

Das circa 4000 Quadratmeter große Gelände mit einen Waldweg einem Labyrinth, Kräutergarten, Allee, Marienquelle, Amphitheater, Meditationszone, Boccia-Bahn, Generationenspiel und Kneipp-Anlage mit abschließendem Laubengang und Verkehrsanbindung durch den Wallfahrtsparkplatz ist bereits grob überplant. Die einzelnen Quartiere der Anlage wurden von Reinhold Meurer vorgestellt und Vorschläge zur Gestaltung aufgenommen.

Das Ziel ist die Beteiligung aller Bewohner des Marktes Zellingen, die Vorschläge zum Gesundheitsgarten aufzunehmen und umzusetzen. Ein besonderes Anliegen ist es, engagierte Bewohner zu finden, die sich mit dem Projekt identifizieren und bei Pflege und Unterhaltung unter der Koordination des Vereins kleinere oder größere Bereiche des Gartens gestalten und erhalten.

Zur Finanzierung führte Kirchner aus, dass es bereits positive Signale aus EU-Programmen gebe. Die Bedingungen zum Erhalt der Förderung seien durchaus für das geplante Projekt zutreffend. Bei entsprechend hohem Einsatz des Vereins und mit Unterstützung des Marktes Zellingen könnte der Beginn der Umsetzung noch 2011 erfolgen. Bei einer vorläufig errechneten Bausumme der Grünanlagen von 200 000 Euro wären 50 Prozent förderfähig, die andere Hälfte könnte auf unterschiedliche Schultern von Co-Finanzierern übertragen werden.

Angedacht sei auch, mit dem Bischöflichen Ordinariat in Würzburg intensive Kontakte zur Realisierung des Projektes aufzunehmen. Auf die Unterstützung von Pfarrer Gerold Postler wird gehofft. Die Mitglieder der Freien Bürger nahmen die Vorträge sehr positiv auf.

Nach Anfrage der Vorsitzenden Andrea Heßdörfer über das Zustandekommen der Zauns auf der Alten Mainbrücke (wir berichteten), geriet der sonst sehr harmonische Abend doch noch ein wenig aus den Fugen, heißt es in der Pressemitteilung. In hitziger Diskussion wurden die Standpunkte des Zweiten Bürgermeisters Werner Trabold und einigen Mitgliedern ausgetauscht.

Nach einem Antrag zur Sicherung des Schulweges vom Elternbeirat und Hinweis auf die Gefahren für die Drittklässler beim Überqueren der Brücke, sei der Gemeinde keine Wahl geblieben, als den Zaun zu bauen, da im Fall eines Unfalles der Bürgermeister zur Verantwortung gezogen werde.

Trotz Hinweis auf Sachverständige und der Bestätigung durch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Main-Spessart zur Rechtslage und die Verantwortung durch den Markt Zellingen, konnten einige Teilnehmer der Veranstaltung von dieser Rechtsauffassung nicht überzeugt werden. Aber der Zaun steht bereits.
 

Main-Post, 15.07.10


Informationen aus dem Rathaus zu langsam“
Freie Bürger in Zellingen übten in ihrer Versammlung Kritik


(hr) Bei einer Versammlung der Freien Bürger Zellingen-Retzbach-Duttenbrunn wurden aus dem Bericht der anwesenden Gemeinderäte und den lebhaften Diskussionen einige Schwerpunkte herausgearbeitet:

Für die Friedhöfe Retzbach und Zellingen wird Gartenlandschaftsarchitekt Mergenthaler Vorschläge für Bruchstein-Parzellen und Urnengräber erarbeiten. Hier sind Vorschläge aus der Bevölkerung an die Gemeinderäte der Freien Bürger willkommen.

Beim Thema Gesundheitsgarten an der Wallfahrtskirche Retzbach mit dem Umgriff über 4000 Quadratmeter war man sich einig, dass neben der Erarbeitung der Zuschussfähigkeit auch die Unterhaltungsmaßnahmen bei der Planung genau berücksichtigt werden müssten. Grundsätzlich fanden die Freien Bürger den Vereinsvorschlag positiv.
Spät im Mitteilungsblatt

Wieder einmal wurde die Informationspolitik aus dem Rathaus konstruktiv kritisch unter die Lupe genommen: Es ist für die Bürger wenig verständlich, Beschlusslagen oder Planungen erst Monate später im Mitteilungsblatt zu lesen. Dass Protokolle nicht zeitnah erstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, kann aus Sicht der Freien Bürger nicht zur Gewohnheit werden.

Obwohl zweiter Bürgermeister Werner Trabold um Verständnis für manchmal komplexe Verwaltungsvorgänge warb, wurde deutlich Kritik an der Informationspolitik aus dem Rathaus geäußert. Als Beispiel wurde der Umbau der Billingshäuser Straße in Zellingen angeführt.

Zwar ist der Anteil zur Verzögerung der Maßnahme durch den Markt Zellingen eher unerheblich, da allein die Unterlagen fünf Monate beim Straßenbauamt Würzburg lagen, jedoch seien grundsätzlich das Warten auf Bescheide, gelegentlicher Ämterstreit, bürokratische Hemmnisse durch die Verwaltung so nicht hinnehmbar. Hier sollten in Zukunft regelmäßige 14-tägige Mitteilungen über den Stand der Verfahren die Bürger mit Informationen versorgen.
Vorschau auf Termine

Vorsitzende Andrea Heßdörfer gab die nächsten Termine bekannt: Grillfest ist am 24. Juli bei ihr in der Schlossgasse. Im Rahmen des Ferienprogramms des Marktes Zellingen übernehmen die Freien Bürger am 9. August den Transport zum Klettergarten (Einsiedel) der Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren. Die Abfahrt ist um 13.30 Uhr an der Bushaltestelle der Hauptschule vorgesehen. Kostenbeitrag: 12 Euro.

Eine Brauereibesichtigung der Würzburger Hofbräu ist für den 16. September geplant. Der Kostenbeitrag beträgt 5 Euro. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Bahnhof in Retzbach.
 

Main-Post, 1. Februar 2010

FB: falsche Signale der CSU

Kritik der Freien Bürger zum Thema Solarpark

(mz) Die Abstimmung in der Gemeinderatssitzung am 26. Januar zur Aufstellung eines Bebauungsplanes “Sonderbauflächen Solarpark” in der Gemarkung Duttenbrunn sei für die Bauantragsteller sowie für alle Duttenbrunner Bürger ein Schlag ins Gesicht gewesen, schreiben die Gemeinderäte der Freien Bürger, Ulrich Liebsch, Werner Trabold, Erwin Heßdörfer, Anni Nebel.

In der Stellungnahme heißt es: Was in Himmelstadt vom Gemeinderat genehmigt wurde, ist für Duttenbrunn nicht möglich? Nur weil die zu bebauenden Grundstücke in einer noch nicht Plan festgestellten möglichen Trasse der B 26 n liegen, wurde von der CSU-Fraktion, die an diesem Abend die Mehrheit hatte, die Aufstellung eines Bebauungsplanes abgelehnt.

Parteiziel über Bürgerwohl - Sogar die Gemeinderäte aus Duttenbrunn haben sich dem Fraktionszwang gebeugt und sich gegen die Menschen in ihrem Heimatdorf entschieden. Einer betroffenen Bürgerin wurde durch ein CSU-Veto die direkte Antwort verwehrt. Hier ist deutlich zu erkennen, was passiert, wenn höhere Parteiziele über das kommunale Wohl der Bürger gesetzt werden. Fadenscheinige Argumente aus der CSU-Fraktion sollten die eigentlichen Ziele vertuschen. Zum einen einer möglichen Karriere eines CSU-Gemeinderats und zum anderen dem Ziel der CSU im Kreistag, die B 26 n zu bauen, keine Steine in den Weg zu legen.

Die als Gegenargument angeführten hohen Kosten wären der Gemeinde eben nicht entstanden, da sie durch die Bauantragsteller zu tragen gewesen wären. Auch der anwesende unabhängige Fachanwalt konnte die vorgetragenen Gegenargumente nicht bestätigen und sah in einer Bebauungsplanaufstellung juristisch kein Problem.

Fakt ist jedoch, dass der Markt Zellingen unterdurchschnittliche Gewerbeeinnahmen hat und die CSU- Fraktion durch diese Abstimmung verhinderte, dass sich dies zukünftig ändert. Gewinne aus erneuerbaren Energien und eine stärkere Rechtsposition beim Raumordnungverfahren zur B 26 n zu blockieren, sind eindeutig die falschen Signale, die hier von allen CSU-Gemeinderäten ausgesendet werden.

Slogan klingt zynisch - Der Slogan aus dem Grundsatzprogramm der CSU “Chancen für alle. In Freiheit und Verantwortung gemeinsam Zukunft gestalten”, klingt hier schon zynisch. Nachdem jetzt auch die allerletzte Chance vertan wurde für die Duttenbrunner, bei einer B 26 n-Planung gewichtig mitzureden, könnte sich die B 26 n auch zum Mahnmal für eine solche politische Vorgehensweise entwickeln, endet die Stellungnahme der Freien Bürger.